Kartell Philippe Starck Design
Philippe Starck Philippe Starck
Philippe Starck
Ich bin ein populärer Designer, mein Museum ist das Zuhause der Leute. Dort stehen meine Zahnbürsten, meine Stühle, warum sollte man die im Museum zeigen?
Philippe Patrick Starck wurde 1949 in Paris geboren. 1967 studierte er an der École Centrale des Arts Décoratifs, Paris und gründete 1968 ein Unternehmen für aufblasbare Objekte. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Art Director bei Pierre Cadin richtete Starck seinen Fokus verstärkt auf eigene Projekte und spezialisierte sich auf Produktdesign und Einrichtungen für Bars, Cafés und Diskotheken. Die bekanntesten von ihm entworfenen Interieurs dieser Zeit sind Einrichtungen für die Nachtclubs "La Main Bleue" (1976) und "Les Bains Douches" (1978).
1979 gründet Stark seine Firma "Starck Product" und gestaltet ab 1982 u.a. Inneneinrichtungen für die Privaträume Mitterands im Elysée-Palast und das bekannte Pariser Café Costes. 1985 wird er zum "Créateur de l'année" ernannt und gründet das "Möbelunternehmen XO". Ein Jahr später ging er nach Mailand, um als Dozent an der Mailänder Domus Academy zu lehren. 1987 bis 88 war er als Art Director bei Laguiole tätig.
1990 entwirft Starck das wohl bekannteste Objekt von ihm: die Zitronenpresse "Juicy Salif" für Alessi. In den 90ern ist Starck außerdem als Art Director bei Thomson Consumer Electronic tätig. Während dieser Zeit entwirft er u.a. eine Olympia-Fackel, ein Motorrad, Möbel, Accessoires und Elektroartikel.
Mit seinen überaus erfolgreichen Produkten hat Philippe Starck neben dem Compasso d´Oro, dem Red Dot Designpreis, dem iF Design Award, dem Lucky Strike Designer Award der Raymond-Loewy-Stiftung, zahlreiche weitere Designpreise gewonnen. Zu Starcks Kunden zählen namhafte Hersteller, wie u.a. Alessi, Kartell, Microsoft, Puma oder Vitra.
Starck ist aber nicht nur ein begnadeter Produkt- und Einrichtungsdesigner. Auch als Architekt stellte er sein kreatives Talent mehrfach unter Beweis, wie etwa beim Groninger Museum (1988-1992), dem Nani Nani Gebäude (1989) und der Asahi-Brauerei (1990) in Tokio oder dem hölzernen Starck House (1994), um nur einige zu nennen.
Seinen Ruf als „Popstar“ verdankt Starck vor allem seinen zahlreichen Auftritten, bei denen er sich neben seinen Produkten auch selbst gerne in Szene setzt.
Die Designobjekte Starcks, geben aber auch Anlass zur Kritik. Er selbst bezeichnet einige seiner Entwürfe der 80er und frühen 90er als „Über-Design“, deren Entstehung durch Neuartigkeit und Mode geprägt waren.
Heute setzt Starck auf „ehrliche“ und „dauerhafte“ Designs, die vor allem mit wenig Aufwand viel erreichen sollten.
"Meine Mitarbeiter und ich, wir versuchen bei jedem Objekt, mehr und mehr Materie wegzunehmen. Bis der Computer sagt: Bis hierher und nicht weiter, sonst geht das Produkt kaputt. Verpackung, die nur hübsch aussieht, die gibt es bei uns nicht".
Internet-Seite von Philippe Starck: http://www.philippe-starck.com
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