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Kartell Möbel, Kartell Design
Kreativität und Technologie, Glamour und Zweckmäßigkeit, Qualität und Innovation: eine Verbindung außergewöhnlicher Faktoren, die zusammen mit einer besonderen Marketing- und Vertriebsstrategie dazu beigetragen hat, den Erfolg von Kartell zu begründen. Als marktführender Anbieter von Designmöbeln und Einrichtungsaccessoires präsentiert sich Kartell einem internationalen Publikum mit einer Kollektion, die in ihrer Originalität, Vielfältigkeit und ihrem Umfang einfach einzigartig ist. Die 60-jährige Unternehmensgeschichte wird hier anhand der Produkte erzählt, die den Stil und die Atmosphäre der Zeit zum Ausdruck bringen, in der sie entstanden sind, aber gleichzeitig zeitgenössische Objekte sind, die viele weitere Werte und Botschaften vermitteln,. All dies hat sie zu einem festen Bestandteil der häuslichen Landschaft gemacht. Es handelt sich zumeist um vielseitige Objekte, die vielfältig Einsatz finden können, einfach zu verwenden sind und sich durch einen unzweifelhaften ästhetischen Reiz auszeichnen.
Farbe, Ironie, Spiel mit den Sinnen, Transparenzen und ganz ungewöhnliche Formen für ganz besondere Einrichtungsprojekte. Kartelldesign ist durch die Emotionen, die erweckt werden, die haltbare Zweckmäßigkeit und die unbestreitbare Qualität weltweit sofort auf den ersten Blick erkennbar. Ständige Weiterentwicklungen bei der Anwendung der Materialien und das Experimentieren mit neuen Technologien, das darauf abzielt, ganz innovative Eigenschaften zu entdecken, sind grundlegend für die Entstehung der Möbelstücke von Kartell sowohl im Hinblick auf die permanente Forschung im Bereich der Funktionalität als auch bei der Entwicklung neuer ästhetischer Eigenschaften. Nur durch kontinuierliche Forschungsarbeit war es möglich, die Satinierung, die Transparenz, die Biegsamkeit, die Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, die Weichheit und den besonderen Touch zu entwickeln.
Für Kartell arbeiteten früher und arbeiten heute Designer von Weltruf wie Philippe Starck, Ron Arad, Ronan und Erwan Bouroullec, Anna Castelli Ferrieri, Antonio Citterio, Michele De Lucchi, Patrick Jouin, Ferruccio Laviani, Piero Lissoni, Patricia Urquiola, Marcel Wanders und Tokujin Yoshioka, Vico Magistretti, Alberto Meda, Enzo Mari, Paolo Rizzatto und Maarten Van Severen. Ein kreatives Team, mit dem Kartell durch Gespräche und ständigen Ideenaustausch über die Entwürfe ein Feeling aufgebaut hat, das eine perfekte Harmonie zwischen planerischen Erfahrung und den Möglichkeiten und Anforderungen des Unternehmens erreicht. Das Unternehmen unterteilt sich in zwei Geschäftsbereiche: LABWARE, Labormaterialien, und HABITAT, Möbel, Einrichtungsgegenstände und Beleuchtung (die ab dem Jahr 2000 mit Erfolg wieder in den Katalog aufgenommen wurde). Heute exportiert Kartell 75% seines Umsatzes in 96 Länder weltweit. In seiner 60-jährigen Geschäftstätigkeit hat Kartell eine beneidenswerte Reihe an renommierten internationalen
Auszeichnungen gewonnen, darunter neun Compassi d’Oro (Goldene Zirkel) (die jüngsten wurden für die Kommode Mobil im Jahr 1995 und für das Sofa Bubble Club im Jahr 2001 verliehen). Das Kartellmuseum wurde durch das Guggenheim Museum im Jahr 2000 als “bestes Unternehmensmuseum“ ausgezeichnet.
DIE GESCHICHTE
Das Unternehmen wurde 1949 vor den Toren der Stadt Mailand von dem jungen Chemieingenieur Giulio Castelli gegründet. Er hatte die Absicht “Objekte herzustellen, die innovative Eigenschaften haben, die als Anwendungen neuer Produktionstechnologien verstanden werden, bei denen Einsparungen beim Material und ein leistungsfähiger Prozess im Vordergrund stehen”, Kartell beginnt seine Geschäftstätigkeit mit der Herstellung von Autozubehör, Haushaltsartikeln, Lampen und Laborartikeln und mit der Eröffnung des Geschäftsbereichs Habitat im Jahr 1963 kommen Möbel und Einrichtungsgegenstände hinzu.
Company profile 2009
Von Anfang an bedient sich Kartell eines vollständig innovativen Ansatzes für die Herstellung der Artikel, der auf technologischer Forschung und Design basiert, die wesentlich sind, um das “Projekt der Kunststoffmaterialien” anzugehen, die im Gegensatz zu den Naturmaterialien, vor der Verarbeitung keine sichtbare, eigene Identität besitzen. Im Jahr 1988, kurz vor seinem siebzigsten Geburtstag, gibt Giulio Castelli das Ruder an Claudio Luti ab, der das Unternehmen übernimmt. Bei der Überarbeitung des Katalogs im Hinblick auf das eigentliche charakteristische Wesen von Kartell wählt Luti eine Strategie, die das Produkt in den Mittelpunkt rückt. Dabei fördert er die projektbezogene auf der Qualität basierende Forschung und Entwicklung, wobei der taktilen und akustischen Wahrnehmung der Oberflächen besondere Bedeutung zukommt.
Er greift dabei auf die Zusammenarbeit mit den renommiertesten internationalen Designern zurück. Als erster ist hier Philippe Starck zu nennen, ein fruchtbarer Bund, der dank des Pragmatismus und der unternehmerischen Intuition von Luti und dem kreativen Genie des berühmten französischen Designers innovative Formen und Produkte entstehen lässt.Der erneuerte Ansatz bei den Materialien diktiert den Kurs und die Wendepunkte für Kartell: ihre Verarbeitung, Handhabung und Veredelung bis zur Entstehung eines Endprodukts, das, auch wenn es vollständig aus Kunststoff besteht, und eher Konnotationen und Modalitäten annimmt als formale Sprachen.
Der Wendepunkt kommt im Jahr 1999, als nach Jahren der Forschung und dank einer revolutionären Innovation, Kartell zum ersten Unternehmen weltweit wird, das bei der Herstellung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen Polycarbonat zum Einsatz kommen lässt. Das Ergebnis ist La Marie, ein vollständig durchsichtiger Stuhl mit modernem, minimalen Design. Seit dieser Zeit hat Kartell das Thema „Transparenz“ weiterentwickelt und vertieft, das eben gerade seine Einzigartigkeit und Originalität ausmacht und führt seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Studien zu den Oberflächen fort, wobei der Entwicklung neuer Technologien und Materialien ein besonderer Stellenwert zukommt.
DER EINZELHANDEL – KARTELL FLAGSTORES
Einzelmarkengeschäfte sind das wichtigste Instrument der Markenkommunikation bei Kartell. Die Kartell-Flagstores sind etwas ganz Besonderes und dienen dazu, zusammen mit dem Produkt auch die Philosophie und die Werte des Unternehmens zu vermitteln und in den Verbrauchern in der ganzen Welt die besondere eigene Interpretation der Wohnbedürfnisse zu illustrieren. In Mailand ebenso wie in New York, Los Angeles, Paris, Hongkong und São Paulo – das Markenimage Kartell ist immer überzeugend und kohärent. Kartell-Flagstores bleiben auch in unterschiedlichen städtischen Umfeldern stets eindeutig erkennbar, das Produkt selbst wird hier zum Leitmotiv.
Die Flagstores von Kartell sind neutrale Räume, bei deren Gestaltung und Einrichtung darauf geachtet wurde, das Produkt zur Geltung kommen zu lassen, es in Szene zu setzen und so den Wunsch zu wecken, es zu besitzen. Räume, in denen die Objekte, die auf großen beleuchteten Podesten ausgestellt werden, mit ihren Farben und ihren attraktiven Silhouetten zu den wahren Stars werden.
Dieses Konzept macht die Qualität der Materialien deutlich, das Markenprojekt wird illustriert und wahrnehmbar gemacht.Die besondere Stärke dieses Konzepts beruht auf der Einfachheit und Reproduzierbarkeit dieser Idee. Es handelt sich um einen Vorschlag, der Erfolg hat, eine internationale und globale Formel, die über alle Grenzen hinaus Wirkung zeigt und die von den Vereinigten Staaten bis nach Europa, vom Fernen Osten bis nach Australien beim Verbraucher ankommt, was die größte Anerkennung darstellt.
Im Jahr 2009 hat ein ehrgeiziger Expansionsplan die Stärkung des Vertriebsnetzes und des Erscheinungsbilds des Unternehmens bestätigt, nicht nur in Europa, sondern auch in China, im Nahen Osten und in Südamerika, Märkte, die ein starkes Wachstum zu verzeichnen haben und auf denen das Design, die Perfektion, die Kreativität und die künstlerische Exzellenz des Made in Italy besonders geschätzt wird. Mit zahlreichen neuen Geschäften ist Kartell nun auch in Peking, Shanghai, Buenos Aires, Singapore und Tel Aviv präsent und heute gibt es weltweit bereits insgesamt 120 Flagshipstores und 150 Shops-im-Shop. Dazu kommen ca. 4000 Geschäfte in 96 Ländern weltweit, die Kartell neben anderen Marken führen.
DIE KOMMUNIKATION
Der Hersteller Kartell hat, nachdem er die Designbranche revolutioniert hat, durch die Verwendung von Kunststoffmaterialien vielen Objekte des alltäglichen Gebrauchs neue Formen verliehen und hat sich heute als wahre “Designmarke” etabliert. Ein Erfolg, der durch das internationale Interesse, Veranstaltungen zu organisieren, die die Geschichte und Gegenwart von Kartell in den Mittelpunkt stellen, herausgestellt wird. Dies ist das Ergebnis einer vielseitigen und wirksamen Markenkommunikation in Verbindung mit dem internationalen Ausbau des Vertriebsnetzes. Kartell erscheint im Mittelpunkt von Ausstellungen, Messeveranstaltungen und Events in den wichtigsten Städten weltweit. Kartell hat ein eigenes Museum eingerichtet, um etwas von seiner Geschichte zu erzählen. Um von der Gegenwart zu sprechen, widmet Kartell der Markenkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eine besondere Aufmerksamkeit, dabei stehen Buchveröffentlichungen, Events und Veranstaltungen auf Fachmessen im Vordergrund.
Unter den zahlreichen Veröffentlichungen ist zum Beispiel das Buch kARTell zu erwähnen. Es handelt sich hierbei um eine außergewöhnliche Sammlung von mehr als 150 Interpretationen verschiedener Kartellprodukte, die ganz unterschiedlich mit den Augen von namhaften Fotografen, zeitgenössischen Künstlern und Schriftstellern gesehen wurden. Dieses Buch wurde als Sonderausgabe von dem Verlagshaus Skira Editore herausgegeben. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Veröffentlichung leistete auch Franca Sozzani, die Chefredakteurin der Zeitschrift Vogue Italia.
Eine Vielzahl von Autoren trugen zur Entstehung der Veröffentlichung bei: Helmut Newton, David LaChapelle, Peter Lindbergh, Fabrizio Ferri, Bruce Weber, Maurizio Cattelan und Vanessa Beecroft. 150 Fotos, die von den heute zu Klassikern gewordenen Artikeln erzählen und die unbestrittene Beziehung, die sich zwischen Design, Mode, Kunst und Fotografie entwickelt hat, deutlich machen. Auf der Mailänder Triennale wurde diesem Thema eine Ausstellung gewidmet. Das Projekt “Mademoiselle à la mode” begann im Jahr 2007 und wird bis heute fortgeführt, es stellt den glücklichen Bund zwischen Mode und Design dar und dank der originellen Ausstellungsgestaltung, die zu diesem Anlass konzipiert wurde, wurden die Flagstores in Paris, Mailand, New York, São Paulo, Hongkong und Athen in ideale Sets für eine Modenschau verwandelt. Im Mittelpunkt steht Mademoiselle, der von Philippe Starck gestaltete Armstuhl, mit wertvollen Stoffen und in den neuen Texturen, die von 8 exklusiven Modeschöpfern entworfen wurden.
Aber Kartell kommuniziert vor allem durch seine Produkte selbst. Innovative, von Ferruccio Laviani entworfene Messestände, die immer aufsehenerregender und größer werden und durch ihre visuelle Wirkung überzeugen, um jedes Mal wieder neu, das Projekt, die Forschung und Entwicklung, die Innovation, die neuen Trends und die erreichten Ergebnisse zu vermitteln. Räume, in denen man für einige Minuten die Außenwelt vergessen und eine einzigartige Erfahrung machen kann, indem man sich den Emotionen, die diese Einrichtungsbeispiele und Artikel vermitteln, ganz hingibt. Sämtliche Flagstores von Kartell widmen sich mit allergrößter Aufmerksamkeit den
ausgestellten Einrichtungsbeispielen. Die Schaufensterdekore und die Geschäftseinrichtung werden in regelmäßigen Abständen ganz neu gestaltet, wobei auf eine starke Wirkung und Anziehungskraft gesetzt wird.
Die Produkteinführungen erfolgen durch entsprechende Events in den Flagshipstores: Der Raum wandelt sich, die Schaufenster werden neu gestaltet und die neuen Artikel werden zum Blickfang: vom von Philippe Starck entworfenen Stuhl Mr Impossible bis zu “baby” Lou Lou Ghost, von Frilly aus der Feder von Patricia Urquiola bis
zu Papyrus der Brüder Bouroullec. Kartell ist eng mit der Modewelt verbunden und hat im Jahr 2007 das Projekt “Mademoiselle à la mode” gestartet:
Der von Philippe Starck entworfene Armlehnstuhl wurde nach und nach von den wichtigsten italienischen und internationalen Modemarken, wie Valentino, Dolce & Gabbana, Missoni, Moschino, Burberry, Etro, Gaultier, Lacroix, “eingekleidet”. Ein weiterer wichtiger Schritt in die Modewelt erfolgt im Jahr 2008 mit der Einführung der Ballerinakollektion aus Plastik “Glue Cinderella”, Ergebnis des technischen Know-hows des Unternehmens im Bereich der Kunststoffmaterialien und des raffinierten Designs von .normaluisa. In einer globalisierten Welt ist es vor allem der Wert der Marke und die Art der Markenkommunikation, durch die man sich von anderen Unternehmen abgrenzt. Dabei ist es die Seele des Unternehmens, die hinter dem globalen Erfolg und der Wettbewerbsfähigkeit von Kartell steht.
DAS KARTELLMUSEUM
Das Kartellmuseum wurde im Jahr 1999 eröffnet, um das fünfzigjährige Firmenjubiläum des Unternehmens zu feiern und den außergewöhnlichen Bund zwischen Kunststoff und Design zu erzählen. Als ein von Anna Castelli Ferrieri und Ignazio Gardella entworfener Raum für 1000 Ausstellungsobjekte erstreckt sich das Kartellmuseum auf einer Gesamtfläche von 2500 m² innerhalb des Firmengeländes in Noviglio (MI). Ein originelles auf Ferruccio Laviani zurückgehendes Ausstellungskonzept bietet den Besuchern Gelegenheit eines unmittelbaren Zugangs: Die Kollektion ist in chronologischer Reihenfolge in 16 Ausstellungsbereiche geordnet und der Besucher kann sich anhand einer synoptischen Tafel über die folgenden Zugangscodes orientieren: Veranstaltungen, Design, Technologie und Kommunikation.
Die zu den Ausstellungsstücken gehörenden Texte erzählen die Unternehmensgeschichte und führen in die wichtigsten Etappen dieser Geschichte ein. Die ersten Räume, die den 50-er Jahren gewidmet sind, legen den Schwerpunkt auf den innovativen Ansatz bei der technologischen Forschung und der erneuerten Ästhetik des Designs von Giulio Castelli. Bestärkt durch eine Reihe von Auszeichnungen, darunter fünf Compassi d’Oro (Goldene Zirkel) in den 60er Jahren, erfolgt in diesem Zeitraum der Startschuss für die Herstellung komplexerer und anspruchsvollerer Objekte und die Entwicklung von Einrichtungsdesign aus Kunststoff.
In den 70er Jahren setzt sich dieser Trend weiter fort, jetzt wird viel Wert auf das Arbeitsambiente und die Gemeinschaftsdienste gelegt, sowie auf die Forschung und Entwicklung im Bereich der Systeme. In den 80er Jahren versucht Kartell unter der künstlerischen Leitung von Anna Castelli Ferrieri die industrielle Logik und den High-Tech-Ansatz zu verbinden, während Kartell im nachfolgenden Jahrzehnt dank des Beitrags verschiedener internationaler Designer, mit denen eine Zusammenarbeit begonnen wird, sein Sortiment erweitert: So entstehen Objekte, die den neuen Anforderungen entsprechen und durch ihr sympathisches Design überzeugen.
Die Ausstellung schließt mit den Erfolgsobjekten des letzten Jahrzehnts, das den Hersteller endgültig als Marktführer in der internationalen Designbranche etabliert, wobei sich die konstante technologische und funktionelle Innovation als roter Faden durch die fast 60jährige Geschichte zieht. Im Jahr 2000 wurde das Museum mit dem begehrten Guggenheimpreis als „bestes Unternehmensmuseum“ ausgezeichnet und seine Sammlungen wurden von so bedeutenden Museen wie dem Centre Pompidou in Paris, der Bonner Kunsthalle, der Triennale in Mailand dem MoMA in New York angefragt und ausgestellt.
CLAUDIO LUTI
Claudio Luti wurde 1946 in Mailand geboren, wo er an der Università Cattolica einen Hochschulabschluss in Betriebswirtschaft erwirbt. Nach einer kurzen Erfahrung in der Kanzlei eines Steuerberaters und Unternehmensberaters macht er sich im Jahr 1975 selbstständig und beginnt mit Unternehmen der Modebranche und einigen Modeschöpfern zusammenzuarbeiten, die später weltweit zu Klassikern des Made in Italy werden. Die Jahre 1975 und 1976 sind sehr bewegte Jahre, in denen die Mailänder Modeschöpfer, trotz bescheidener Strukturen und Führungsfähigkeiten, die Entwicklungsmöglichkeiten des Pret-à-Porter und die damit verbundenen Geschäftschancen erkannt haben. Im Jahr 1977 beginnt Claudio Luti die Zusammenarbeit mit Gianni Versace und nach einer kurzen Zeit, während der er gleichzeitig als Unternehmensberater und Manager arbeitet, wird er noch im gleichen Jahr Geschäftsführer des Unternehmens.
Er leitet die Gianni Versace S.p.A. zehn Jahre lang brillant und arbeitet im engen Kontakt mit dem berühmten Modeschöpfer, so erwirbt er unbestrittene Fähigkeiten und die sprichwörtliche Entschlossenheit.Im Jahr 1988 verlässt er Versace und erwirbt Kartell, dessen Inhaber und Präsident er heute ist. Er ist in das Unternehmen eingestiegen, als dieses eine zeitweilige und vielleicht physiologische “Ermüdung” durchmachte und im Laufe einiger Jahren führte er technologische und stilistische Innovationen ein und gab so dem Katalog ein ganz neues Bild. Die “Seele” von Kartell, das Unternehmens-Know-How, die erfolgreiche industrielle Strategie beibehaltend, erfasst er intuitiv die Notwendigkeit, die Produkt- und Materialforschung ganz neuartig anzugehen, und trägt so dazu bei, den Kunststoff von der typischen Konnotation des “Billigmaterials” der 80er Jahre zu befreien.
Er lädt große Namen des internationalen Designs zur Mitarbeit ein, allen voran Phillippe Starck und später Vico Magistretti, Ferruccio Laviani, Antonio Citterio, Ron Arad. Im Laufe der Jahre wird ein auf Einzelmarkengeschäfte gestütztes Vertriebsnetz aufgebaut, das schnell weltweit ausgebaut wird. Im Dezember 2008 wird Luti vom Museum of Art and Design in New York die ausgesprochen wichtige Laufbahnauszeichnung “Visionaries” verliehen. Claudio Luti ist auch Vorstandsmitglied der PM Group, einer internationalen Unternehmensgruppe, die Hebebühnen und Kräne herstellt.
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